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     E-Mail an den SkF Oldenburg
Kampagne2015
 

Betreuungsvereine verdienen mehr!

Steigende Fallzahlen/ Immer komplexere Betreuungen/ Vergütung aus 2005/
Betreuungsvereine fordern höheren Stundensatz


„Am Dienstag den 31.05.2016 hatte die Kampagne der Betreuungsvereine zu einer Podiumsdiskussion in Hannover in das Haus der Region geladen.

Thema war: "Ohne rechtliche Betreuer kippt das soziale System".

Das Podium war hochkarätig besetzt:
Peter Winterstein, Vorsitzender des Betreuungsgerichtstages, Rainer Petzold, Justizministerium Nds, Claudia Schröder, Sozialministerium Nds, Hanna Naber, stellv. Vorstandsvorsitzende LAG-FW, Annette Loer, Abteilungsrichterin Amtsgericht Hannover und Ulrich kl. Stüve, Sprecher der Kampagne.

Im Publikum befanden sich Politiker der Fraktionen der CDU, SPD und Grünen, darunter der stellv. Landtagspräsident Karl-Heinz Klare. Der Einladung waren insgesamt über 200 Teilnehmer gefolgt, die zeitweise nicht alle im Raum anwesend sein konnten und das Geschehen auch aus dem Foyer verfolgen mussten. Es ergab sich eine spannende und engagierte Diskussion vom Podium und anschließend mit dem Publikum zu dem zentralen Thema des Überlebens der Betreuungsvereine nach über 10 Jahren gleichbleibender Vergütung ohne irgendeine Anpassung an die in allen Bereichen gestiegenen Kosten. Angesichts dieses deutlichen Mißstandes waren sich die anwesenden Politiker aller Parteien doch einig, dass dies geändert werden müsste. Neben den üblichen Schuldzuweisungen in der Politik, wer für die zahlreichen Verzögerungen im notwendigen gesetzgebenden Verfahren verantwortlich sei, gab es zum Ende der Veranstaltung doch den Konsens, dass die Neufassung des Gesetzes zur Vergütung der gesetzlichen Betreuer innerhalb des Jahres 2017 erfolgen sollte.

Die parallel stattfindende Unterschriftenaktion, die zur Unterstützung des Anliegens der Betreuungsvereine gestartet worden war, erbrachte über 170 Unterschriften.

Die Kampagne der Betreuungsvereine sieht sich durch den Verlauf der Diskussion gestärkt und wird ihr Anliegen weiterhin beharrlich verfolgen.“


Zur Presseerklärung: bitte hier klicken


Bild: Podiumsdiskussion

Bild: Podiumsdiskussion

SkF e.V. Oldenburg beteiligt sich an der Kampagne der Betreuungsvereine in Niedersachsen


Oldenburg: Der SkF e.V. Oldenburg beteiligt sich an der Kampagne „Betreuungsvereine verdienen mehr“ der Betreuungsvereine in Niedersachsen, in der sie ab sofort auf ihre Lage aufmerksam machen.

Seit 2005 ist das Vergütungssystem für rechtliche Betreuungen nicht mehr angepasst worden. Ein erheblicher Anteil der 58 anerkannten Betreuungsvereine in Niedersachsen – mit 360 hauptamtlichen Mitarbeitern und 10.000 Betreuungen pro Jahr – stehen an der Schwelle ihrer Existenz.

In den anerkannten Betreuungsvereinen übernehmen fachlich qualifizierte Mitarbeiter/innen rechtliche Betreuungen für Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation und komplexen Problemlagen eine rechtliche Vertretung benötigen. Die Betreuungsvereine in Niedersachsen unterstützen zudem mehrere Tausend ehrenamtliche Betreuer/innen in ihrer Arbeit. Darüber hinaus beraten sie tausende Menschen zu Vorsorgevollmachten.

Betreuungsvereine sind jetzt in ihrer Existenz bedroht.

Betreuungsvereine befinden sich in einem Dilemma: Der zeitliche Betreuungsbedarf im Einzelfall wird in der Vergütungsstruktur nicht ausreichend bedacht. Weder Tariferhöhungen noch steigende Sachkosten werden bei der Vergütung berücksichtigt. Hierfür ist eine Änderung des Betreuungsgesetzes notwendig. Das Ergebnis einer vom Bundesjustizministerium beschlossenen rechtstatsächlichen Erhebung zur „Qualität in der rechtlichen Betreuung“ kommt in 2018 für die Betreuungsvereine zu spät.

Die Betreuungsvereine brauchen eine sofortige Erhöhung der Stundensätze für beruflich geführte rechtliche Betreuungen.

Durchschnittlich stehen für die Arbeit pro Betreuungsfall 3 Stunden im Monat zur Verfügung, die nach dem VBVG (Betreuer- und Vormündervergütungsgesetz) mit 44,- € pro Stunde, vergütet werden. Diese Vergütung ist seit dem 01.07.2005 gleichbleibend und seit Jahren nicht mehr kostendeckend. Die Folge ist, dass einzelne Vereinsbetreuer/innen immer mehr rechtliche Betreuungen führen müssen. Mittlerweile führen Vereinsbetreuer/innen häufig weit über 50 Betreuungen. Die immer höher werdenden Fallzahlen beeinträchtigen dadurch die Qualität der Arbeit.

Wenn die Betreuungsvereine als kompetente Ansprechpartner/innen für ratsuchende Bürger/innen wegfallen und auch ehrenamtliche Betreuer nicht mehr in ihrer Arbeit unterstützen können kippt das soziale System! Und das Ehrenamt wird geschwächt!

Die Forderung der Betreuungsvereine:
Das Vormünder- und Betreuungsvergütungsgesetz (VBVG) muss umgehend geändert werden. Für eine solche Gesetzesänderung bitten die Betreuungsvereine um Ihre Unterstützung. Eine Bundesratsinitiative aus Niedersachsen ist notwendig. Falls Sie politische Entscheidungsträger kennen, dann sprechen Sie diese auf die finanzielle Notlage der anerkannten Betreuungsvereine an.


Bitte denken Sie daran: Auch Sie oder Ihre Angehörigen können in die Situation kommen, die Hilfe eines Betreuungsvereins zu benötigen.

Betreuungsvereine verdienen mehr!

Bild: Logo Kampagne 2015


Hier finden Sie die Positionspapiere von der Bundeskonferenz der Betreuungsvereine, der LAG FW und des Betreeungsgerichtstages e.V.:

Bild: PDF Papier zur Vergütung; Basis für Kasseler Forum - Wir können nicht mehr warten.pdf

Bild: PDF Positionspapier Querschnittsarbeit BtV Stand 16.11.2015.pdf

Bild: PDF Vergütung Betreuungsvereine BMJV 30.03.2016.pdf


Kontakt:

Ute Maulick
SkF - Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Oldenburg
Betreuungsverein
Peterstraße 22-26, 26121 Oldenburg
Telefon: 0441 25024

Pressereaktionen (ein Ausschnitt):

Zum Vergrößern und Lesen bitte auf die Bilder klicken.





3) Hamburg/Berlin, 21. Dezember 2015 – Das Bundesjustizministerium wird den Aspekt der Vergütung in der rechtstatsächlichen Untersuchung zur Qualität in der rechtlichen Betreuung prioritär behandeln.
http://www.openpr.de/news/884696/Verguetung-Untersuchungsergebnisse-des-BMJV



Downloaddateien zur freien Verbreitung:

Hinweis:
1) Wenn Sie auf dem gewünschtem Bild die linke Maustaste betätigen, dann wird die hinterlegte Originaldatei in voller Größe runtergeladen.

2) Wenn Sie die rechte Maustaste betätigen und "Bild speichern" wählen, dann wird lediglich die abgebildete Grafik runtergeladen. Wenn Sie unsere Kampagne unterstützen wollen, dann verschicken Sie die ausgewählte Postkarte per Mail. Vielen Dank für Ihr Engagement.


Bild: Flyer Flyer (A4 gefaltet; 152 KB)

Bild: Schlaganfall   Plakat 1 (A2-Druckformat; 7,5 MB)

Bild: Unterlagen   Plakat 2 (A2-Druckformat; 4,26 MB)

Bild: Partner verloren   Plakat 3 (A2-Druckformat; 5,77 MB)


Sehen Sie sich hier unseren Film zur Kampagne der Verbandlichen Betreuungsvereine von 2014 an.

Abschlusserklärung des 12. Betreuungsgerichtstag Nord in Cloppenburg vom 26. September 2015
http://www.btv-ol-land.de/media/files/Abschlusserklaerung-01.pdf

www.kampagne-betreuungsvereine.de